SupPrice-Index · Oktober 2026
Die Whey-Rallye 2026: Wie sich Supplement-Preise in Deutschland tatsächlich entwickeln
Whey Protein Konzentrat kostete im September 29 % mehr als im Januar, gemessen am identischen Produkt beim identischen Anbieter. Ein Kilo kostete typischerweise 28 statt 22 €. Whey Isolat wurde um 40 % teurer, Clear Whey um 14 %. Die Rallye folgt dem Rohstoff und setzte sich auch im September fort. Kreatin liegt 15 % über dem Januar, gibt seit Juli aber leicht nach. Veganes Protein stieg seit Mai um 8 %. Fünf Produktgruppen blieben innerhalb von 5 %: Kollagen, Magnesium, Casein, Elektrolyte und Omega 3.
Für den einzelnen Einkauf sagt der Durchschnitt wenig. Proteinpulver wurden im Schnitt um 27 % teurer, die Preise der einzelnen Produkte liefen aber weit auseinander: 60 % der beobachteten Varianten kosten mindestens ein Fünftel mehr als im Januar, 17 % sind günstiger geworden.
Der SupPrice-Index misst, wie sich die Preise derselben Supplements über die Zeit entwickeln. Seit dem 3. Januar 2026 erfassen wir dafür täglich die Preise, immer den tatsächlich verlangten Preis, nie UVP oder Streichpreise. Seit März rechnen weitere Anbieter mit. Sie zählen nur mit ihren Preisänderungen: Ist ein neuer Anbieter teurer oder günstiger als die übrigen, hebt oder senkt das die Kurve nicht (Methodik).
Monatsreihen bis September 2026, Momentaufnahmen vom 5. Oktober 2026 · erscheint einmal je Quartal, nächste Ausgabe Anfang Januar 2027 · Methodik · Daten als CSV
SupPrice-Index, kurz für Supplement-Preisindex.
Der Index im Überblick
Jeder Punkt ist klickbar und führt zum Abschnitt, der ihn belegt.
- Der Rohstoff zog vor: An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten lag der Preis für Süßmolkenpulver Ende September 75 % über dem Januar. Europäische Hersteller kaufen Whey über Verträge ein, die sie je Quartal neu verhandeln. Ein höherer Rohstoffpreis kommt deshalb erst rund ein Quartal später im Regal an. Whey Konzentrat stieg auch im September noch um 3,6 %.
- Auch Kreatin wurde teurer, seit Januar um 15 %. Es wird weit über den Kraftsport hinaus gekauft, und die Forschung untersucht es etwa für Ältere und für Frauen nach den Wechseljahren. Ein großer Hersteller kommt mit der Produktion nicht nach. Seit Juli gibt der Preis leicht nach, eine Ursache ist nicht belegt. Casein blieb ruhig, weil es sich als Proteinzusatz für Supermarktprodukte schlecht eignet.
- Senkungen sind selten: Nur in 3 der 10 Produktgruppen sank ein Produkt um 5 % oder mehr, dauerhaft nur das Whey Protein von Bodylab24. Ruhige Gruppen verdecken große Einzelbewegungen: Bei Kollagen wurde ein Produkt um 36 % teurer, die Gruppe um 4 %.
- Von den 431 verfolgten Proteinpulver-Varianten sind 78 % teurer als im Januar. Der Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Zehntel wuchs von Juli bis September von 61 auf 82 Prozentpunkte.
- Casein und veganes Protein liefern 30 g Protein für 43 bis 58 % des Whey-Preises. Seit Mai ist der Abstand gewachsen, weil Whey Konzentrat stärker stieg als beide.
- Einen günstigsten Wochentag gibt es nicht, der Unterschied liegt bei 0,7 %. Aktionen laufen je Anbieter anders: ESN senkt kurz und für wenige Produkte, Myprotein eher dauerhaft. Der nächste feste Termin ist der Black Friday am 27. November.
- Dasselbe Produkt kostet je nach Anbieter unterschiedlich viel: Am 5. Oktober 2026 lagen zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter im Mittel 7 % bei Proteinpulver, 15 % bei Trainingsprodukten und 11 % bei Gesundheitsprodukten.
Whey Protein: vom Rohstoff ins Regal
Whey Konzentrat war im September um 29 % teurer als im Januar. Bis auf den Mai stieg der Kilopreis jeden Monat, meist um 3 bis 4 %. Im Mai gab er um 1,3 % nach, im Juli stieg er am stärksten, um 6,4 %.
Am Rohstoffmarkt begann der Anstieg früher. Süßmolkenpulver für die Lebensmittelherstellung notierte an der Kemptener Börse im Januar zwischen 1.120 und 1.190 € je Tonne, Tendenz stabil (Notierung vom 21.01.2026). Bis Mitte März kletterte die Notierung auf 1.300 €, im Mai innerhalb von drei Wochen auf über 1.900 €. Am 30. September stand sie bei 2.025 €, 75 % über dem Januar, Tendenz weiter stabil (Notierung vom 30.09.2026). An der Leipziger Börse EEX, wo neben Strom auch Milchprodukte für spätere Liefertermine gehandelt werden, war die Bewegung noch früher zu sehen: Der Terminkontrakt auf Molkenpulver wurde im Juli 2025 mit 787 € je Tonne abgerechnet, im Januar 2026 mit 998 € und im September mit 1.612 € (EEX-Abrechnungspreise Juli 2025, Januar 2026, September 2026). Ende April meldete die Agrarfachpresse einen „Rekordpreis für Molkenpulver“ (top agrar, agrarheute). Der Milchmarktanalyst Wouter Baan nannte dort die Ursache: Molke wandele sich „von einem Nebenprodukt zu einem Inhaltsstoff mit aktiver Nachfrage“. Für die eigentliche Rohware der Hersteller, Whey-Konzentrat mit 80 % Proteingehalt, nannte der Marktdatendienst DCA Ende Mai einen neuen Höchstwert von 26.450 € je Tonne (WCAX/CNN, 15.06.2026).
Im Regal kommen solche Sprünge verzögert an. Europäische Hersteller verhandeln ihre Whey-Kontrakte je Quartal, höhere Rohstoffkosten erreichen die Endkundenpreise deshalb mit rund einem Quartal Versatz (NutraIngredients, 19.06.2026). Der steile Anstieg in Kempten fiel ins zweite Quartal, der größte Sprung im Regal in den Juli.
Der Preis steigt so stark, weil Angebot und Nachfrage weit auseinanderlaufen. Molke lässt sich nicht nach Bedarf herstellen: Sie fällt als Nebenprodukt der Käseherstellung an, die verfügbare Menge wächst nur mit dem Käsemarkt, um 4 bis 5 % im Jahr (NutraIngredients). Die Nachfrage wächst um ein Vielfaches davon, denn Protein ist in Deutschland kein reines Fitnessthema mehr, sondern Supermarktsortiment. In Lebensmittelhandel und Drogerien hat sich der Umsatz mit Proteinpulver binnen zwei Jahren fast verdreifacht, von 113 auf 327 Mio. €. Die Zahl der Haushalte, die es kaufen, stieg von 2,5 auf über 5,1 Millionen, etwa jeden achten in Deutschland (jeweils zwölf Monate bis Juni, NIQ, 27.07.2026). Lebensmittel, die mit ihrem Proteingehalt werben, kosten im Schnitt 40 % mehr als vergleichbare ohne diesen Hinweis, ihr Umsatz wuchs trotzdem fast zehnmal so schnell. Wichtigster Kanal für Proteinpulver bleiben die Drogeriemärkte, „doch die Vollsortimenter holen auf“ (Lebensmittel Zeitung, 27.07.2026).
Am Rohstoffmarkt hinkte Isolat im April „etwas hinterher“, weil sich die Nachfrage vor allem auf das Konzentrat richtete (DCA, 09.04.2026). Im Regal ist es umgekehrt: Whey Isolat stieg um 40 %, Konzentrat um 29 %. Einen großen Teil dieses Abstands macht ein Anbieter aus: Prozis verlangte im September für sein Isolat im Mittel knapp die Hälfte mehr als im März. Ohne Prozis läge Isolat bei knapp einem Drittel und damit nur wenig über dem Konzentrat. Im September gab Isolat um 1,1 % nach. Den Ausschlag gab Myprotein: Es senkte die Preise seines Isolats im Mittel um 8 %.
Clear Whey stieg mit 14 % am wenigsten. Das liegt auch am Ausgangspreis. Im Januar kostete ein Kilo Clear Whey 50 €, ein Kilo Konzentrat 22 €. Seitdem wurden beide ähnlich viel teurer, um 6 bis 7 € je Kilo. Beim Konzentrat sind 6 € auf 22 € fast ein Drittel mehr (29 %), bei Clear Whey sind 7 € auf 50 € nur ein Siebtel mehr (14 %). Je höher der Ausgangspreis, desto kleiner der Prozentwert für denselben Betrag.
Welche Anbieter die Whey-Kurve tragen
Ab März rechnen Rühl24 und Myprotein mit: Rühl24 wird erst seit Ende Februar täglich erfasst, Whey von Myprotein erfassen wir erst seit März. Prozis fehlt in dieser Reihe, für sein Whey-Konzentrat gibt es seit Ende August keinen Preis. Lässt man probeweise jeden Anbieter einmal weg, bleibt ein Anstieg zwischen 20 % und 43 %. Das obere Ende ist die Rechnung ohne Bodylab24, das sein Whey Protein seit April von 52,99 € auf 38,90 € je Kilo gesenkt hat.
Jede Produktgruppe einzeln
Jede Kachel zeigt eine Produktgruppe, die gestrichelte Linie markiert ihr Ausgangsniveau. Alle Kacheln teilen denselben Maßstab: Gleich steile Linien bedeuten einen gleich starken Anstieg.
Vorn liegen die Whey-Sorten, Whey Isolat wurde um 40 % teurer. Von den übrigen Gruppen stieg Kreatin am stärksten, bis Juli um 18 %. Seither gab es um 3 % nach, seit Januar bleibt ein Anstieg um 15 %. Günstiger wurde zum Beispiel Kreatin Monohydrat von Bulk, in der 1-kg-Packung im August von 32,99 auf 29,99 €.
Veganes Protein kostet je 30 g Eiweiß 0,92 €, Whey Konzentrat 1,60 €. Auch die günstigere Eiweißquelle wurde teurer. Seit Mai stieg veganes Protein um 7,8 %, allein im August um 5,8 %. Im August wurden die 5-kg-Gebinde eines Anbieters um rund 30 % teurer; rechnet man diesen Anbieter heraus, bleiben seit Mai 2,1 %. Möglich ist, dass der Protein-Boom auch veganes Protein erreicht hat; eine Quelle, die das belegt, haben wir nicht gefunden.
Fünf Gruppen blieben innerhalb von 5 %. Kollagen, Magnesium und Casein wurden um 4, 3 und 1 % teurer, Elektrolyte und Omega 3 um 1 und 3 % günstiger. Bei Omega 3 liegt das an zwei Abverkäufen: Ein älterer Artikel mit 300 Kapseln kostete ab Ende Juli 30 % weniger, ein Restposten ab September 62 % weniger. Ohne beide wäre Omega 3 um 1,8 % teurer.
Quelle: SupPrice-Index · supprice.de/preisindex · Typisches Preisniveau je Produktgruppe, links der Startwert im Basismonat, rechts der Wert im September. Maßstab in allen Kacheln: 10 % unter bis 50 % über dem Startwert. Bezugsgröße: Kilopreis, bei Omega 3 Preis je 100 Kapseln, bei Magnesium Packungspreis. Erst die Proteinpulver, dann die übrigen Gruppen, jeweils nach Preisanstieg sortiert. Whey Konzentrat steht als großes Diagramm im Kapitel „Whey Protein: vom Rohstoff ins Regal“.
Eine Produktgruppe genauer ansehen
Jede Produktgruppe lässt sich einzeln aufrufen, mit dem Wert für jeden Monat. Darunter steht, wie viele Varianten teurer, günstiger oder gleich geblieben sind. Eine ruhige Linie kann viel Bewegung verdecken: Kreatin stieg seit März nur um 1,8 %, dahinter wurden 35 % der Varianten teurer und 28 % günstiger.
Proteinpulver gesamt: +26,6 % seit Januar 2026
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Seit dem jeweiligen Startmonat reicht die Spanne von 3 % günstiger bei Omega 3 bis 40 % teurer bei Whey Isolat.
| Produktgruppe | seit | Startpreis | Preis Sep | Veränderung | Panel |
|---|---|---|---|---|---|
| Proteinpulver gesamt | Jan | 39,22 € | 49,65 € je kg | +26,6 % | 637zuvor 474 |
| Whey Protein (Konzentrat) | Jan | 21,99 € | 28,39 € je kg | +29,1 % | 340zuvor 275 |
| Whey Isolat | Jan | 38,00 € | 53,01 € je kg | +39,5 % | 123zuvor 64 |
| Clear Whey | Jan | 49,95 € | 56,94 € je kg | +14,0 % | 174zuvor 135 |
| Kreatin | Jan | 29,99 € | 34,46 € je kg | +14,9 % | 54zuvor 41 |
| Kollagen | Jan | 29,99 € | 31,25 € je kg | +4,2 % | 34zuvor 40 |
| Casein | Mai | 24,50 € | 24,65 € je kg | +0,6 % | 65 |
| Veganes Protein | Mai | 18,99 € | 20,47 € je kg | +7,8 % | 161 |
| Elektrolyte | Mai | 75,45 € | 74,92 € je kg | −0,7 % | 30 |
| Omega 3 | Mai | 11,83 € | 11,52 € je 100 Stk. | −2,6 % | 31 |
| Magnesium * | Mai | 14,99 € | 15,44 € je Packung | +3,0 % | 25 |
Veränderung: geometrisches Mittel der Preisveränderungen identischer Varianten seit dem Basismonat. Panel: Varianten im September, bei den ab Januar geführten Gruppen darunter der Stand vor der Erweiterung im März (am März-Wert verkettet, Details in der Methodik). Varianten sind Geschmacksrichtungen und Größen desselben Produkts, ihre Zahl liegt deshalb über der Zahl der Produkte: Bei Whey Konzentrat sind es 340 Varianten aus 29 Produkten. * kleines Panel (unter 30 Varianten), Aussagekraft eingeschränkt. BCAA erfüllt die Panel-Kriterien formal, wird aber nicht ausgewiesen, weil eine einzelne Produktfamilie die Hälfte des Panels stellt.
Warum Kreatin teurer wurde und Casein nicht
Der Preisanstieg bei Kreatin hat nichts mit dem Milchmarkt zu tun. Der Rohstoff wird chemisch hergestellt, die Erklärung stützt sich hier auf Nachfrage und Kapazität. Die Forschung hat das Thema über den Kraftsport hinaus ausgeweitet, mit Metaanalysen zu Kraft und Muskelmasse im Alter (European Review of Aging and Physical Activity, Dezember 2025) und zu Frauen nach der Menopause (Journal of the International Society of Sports Nutrition, Mai 2026). 2025 erschienen in der Literaturdatenbank PubMed 84 Arbeiten zum Stichwort „creatine supplementation“, fast doppelt so viele wie im Jahresschnitt des Jahrzehnts davor. Auf der Käuferseite meldet die US-Kette GNC einen seit 2020 um 75 % höheren Kreatin-Absatz und einen Anstieg des Frauenanteils unter den Käufern von 18 auf 30 % (Bloomberg). Das Angebot hält nicht Schritt: Beim Hersteller AlzChem aus Trostberg übersteigt die Nachfrage nach Creapure das Angebot (NutraIngredients, 28.05.2026), zusätzliche Kapazität für rund 120 Mio. € läuft erst ab der zweiten Jahreshälfte 2027 an (NutraIngredients, 16.12.2025).
Seit dem Frühjahr bewegt sich der Kreatinpreis im Regal kaum noch. Vom Rohstoff kommt kein Druck nach oben. Eine Börsennotierung wie bei Molkenpulver gibt es für Kreatin nicht, ein kommerzieller Preisdienst meldet für chinesisches Kreatinmonohydrat von August bis Oktober gleichbleibende Preise zwischen 20.000 und 21.500 Yuan je Tonne, im Jahresvergleich im unteren Mittelfeld (Guidechem, 03.10.2026). China stellt 84 % des weltweit angebotenen Kreatins her (NutraIngredients, 28.05.2026). Warum einzelne Anbieter seit Juli Preise gesenkt haben, ist nicht belegt.
Casein stammt wie Whey aus Milch und macht rund 80 % des Milcheiweißes aus. Gewonnen wird es in einem eigenen Verfahren: Es muss aus der Magermilch herausgelöst werden, durch Fällung oder, bei micellarem Casein, durch Mikrofiltration (Tetra Pak Dairy Processing Handbook). In der Lebensmittelindustrie taucht Casein seltener als Proteinzusatz auf, weil es in sauren Getränken ausflockt und beim Erhitzen eindickt. Molkenprotein bleibt dagegen klar und dünnflüssig, für Proteindrinks und ähnliche Produkte ist es deshalb der einfachere Rohstoff. So wird Casein kaum in den Protein-Boom der Supermarktsortimente hineingezogen. Eine europäische Preisnotierung für Casein gibt es nicht öffentlich, die Erklärung stützt sich hier auf die Herstellung.
Größte Verteuerung und Senkung je Produktgruppe
Jede Kachel zeigt für eine Produktgruppe das Produkt mit der größten Verteuerung und das mit der größten Senkung, gerechnet ab dem Startmonat der Gruppe, bei den mit * markierten Produkten ab März. Ausgewiesen wird nur eine Bewegung von mindestens 5 %. Die Kacheln sind Marktbeobachtungen, keine Bewertung einzelner Anbieter.
In 7 der 10 Produktgruppen ist seit dem Startmonat kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger geworden. Senkungen zeigen nur Whey Konzentrat, veganes Protein und Omega 3, und nur beim Whey Konzentrat ist es eine dauerhafte: Bodylab24 bietet sein Whey Protein seit Mai jeden Monat unter dem Januarpreis an. Beim veganen Protein blieb der reguläre Preis des Produkts gleich, im September galt nur an mehr Tagen ein Aktionspreis. Bei Omega 3 ist die Senkung ein Restposten.
Auch in ruhigen Gruppen bewegen sich einzelne Produkte kräftig. Bei Kollagen liegt die größte Verteuerung bei 36 %, die Gruppe steht bei 4 %. Bei Magnesium sind es 25 % gegen 3 %. Wie sich die Varianten einer Gruppe verteilen, zeigt „Eine Produktgruppe genauer ansehen“.
Whey Isolat
+39,5 %90,99 € → 139,98 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Whey Protein (Konzentrat)
+29,1 %21,99 € → 37,99 €
46,99 € → 38,90 €
Clear Whey
+14,0 %20,99 € → 29,99 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Veganes Protein seit Mai
+7,8 %64,99 € → 83,99 €
7,78 € → 7,15 €
Casein seit Mai
+0,6 %Kein Produkt um 5 % oder mehr teurer.
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Kreatin
+14,9 %22,99 € → 29,99 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Kollagen
+4,2 %27,99 € → 37,99 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Magnesium seit Mai
+3,0 %5,99 € → 7,49 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Elektrolyte seit Mai
−0,7 %23,99 € → 26,99 €
Kein Produkt um 5 % oder mehr günstiger.
Omega 3 seit Mai
−2,6 %12,49 € → 15,99 €
12,99 € → 5,00 €
Quelle: SupPrice-Index · supprice.de/preisindex · Preise sind Monatsmediane je Produkt (keine Tagesausreißer), Geschmacksrichtungen desselben Produkts in derselben Größe zusammengefasst. Produkte mit geänderter Packungsgröße bleiben außen vor, weil ihr Vorher-Nachher-Preis sonst eine Preisänderung zeigen würde, die keine ist. Reihenfolge: erst die Proteinpulver, dann die übrigen Gruppen, jeweils nach Preisanstieg der Gruppe. * Produkt erst seit der Anbieter-Erweiterung im März 2026 erfasst, die Veränderung bezieht sich deshalb auf diesen Monat statt auf den Basismonat der Gruppe. Der Gruppenindex rechnet diese Anbieter ab demselben Monat mit (Verkettung, siehe Methodik).
Die Schere geht auf
Seit Januar laufen die Preise der einzelnen Varianten weiter auseinander. Im September war das obere Zehntel der Proteinpulver-Varianten um mindestens 65 % gestiegen, das untere Zehntel um mindestens 17 % gefallen. Der Abstand zwischen beiden wuchs von 61 Prozentpunkten im Juli auf 82.
78 % der Varianten kosten mehr als im Januar, 60 % mindestens ein Fünftel mehr. Die Preise zeigen, wie weit die Varianten auseinanderliegen, nicht warum.
Für Käufer heißt das: Proteinpulver wurden insgesamt um 27 % teurer, und doch kosten 17 % der Varianten weniger als im Januar. Ein Gesamttrend schließt nicht jedes Produkt ein. Vergleichen lohnt sich deshalb vor jedem Kauf.
Die günstige Seite des Regals
Zwei Pulver mit gleichem Kilopreis können unterschiedlich viel Protein liefern. Der Preis für 30 g Protein rechnet den Proteingehalt ein und macht Whey, Casein und veganes Protein direkt vergleichbar. Zum Stand 5. Oktober 2026 liefert ein typisches Whey Konzentrat 30 g Protein für 1,60 €, ein Casein für 0,69 €, ein veganes Protein für 0,92 €. Am günstigsten ist ein Sojaproteinisolat mit 0,31 €.
Seit Mai stieg Whey Konzentrat um 19 %, veganes Protein um 8 %, Casein blieb ruhig. Der Abstand zum Whey ist damit gewachsen.
Wer vor allem auf die Proteinmenge achtet, bekommt sie aus Casein oder veganem Protein für 43 bis 58 % des Whey-Preises.
Was 30 g Protein kosten
| Produktgruppe | Median | Bester Preis |
|---|---|---|
| Casein | 0,69 € | ab 0,54 € |
| Veganes Proteinpulver | 0,92 € | ab 0,31 € |
| Mehrkomponenten-Protein | 1,37 € | ab 0,92 € |
| Whey Protein (Konzentrat) | 1,60 € | ab 0,82 € |
| Whey Isolat | 1,76 € | ab 0,99 € |
| Clear Whey | 2,14 € | ab 1,12 € |
| Protein Kaffee | 2,26 € | ab 1,13 € |
Momentaufnahme vom 5. Oktober 2026, kein Index: Die Werte hängen davon ab, welche Produkte gerade lieferbar sind. Median über alle lieferbaren Produkte der Produktgruppe mit mindestens 30 g Protein je 100 g, je Produkt der günstigste Anbieter. Mehrkomponenten-Protein mischt mehrere Proteinquellen. Als Index veröffentlichen wir es nicht, weil eine einzelne Produktlinie rund die Hälfte der Auswahl stellt.
Preis-Leistungs-Führer je Produktgruppe
Je Produktgruppe die drei Produktlinien mit dem niedrigsten Preis für 30 g Protein, jeweils beim günstigsten Anbieter und in der günstigsten Packungsgröße:
Wann kaufen? Timing, Aktionen, Black Friday
Die Preise bewegen sich ständig: In einer typischen Woche ändert gut ein Viertel der beobachteten Produkte den Preis (26,8 % im Schnitt). Einen günstigsten Wochentag gibt es beim Preisniveau trotzdem nicht. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wochentag liegen 0,7 %, bei einem 30-Euro-Produkt 21 Cent.
Bei Aktionspreisen zeigt sich ein Muster: Tage, an denen ein Produkt mindestens 10 % unter seinem üblichen Monatspreis liegt, sind zum Wochenstart häufiger als am Freitag oder Samstag, montags 4,8 % gegenüber 2,6 % freitags. Das Muster trägt vor allem ein Anbieter, als Kaufregel taugt es nicht.
Wie Aktionen in unseren Daten aussehen
Bei ESN sind Aktionen kurz und betreffen wenige Produkte. Am 22. und 23. September 2026 kosteten 13 von 202 erfassten Varianten weniger als am Vortag, meist genau 30 %, darunter acht Proteinpulver wie Isoclear Whey Isolate, Designer Whey und Designer Plant Based Protein. Am 24. September galten wieder die alten Preise. Ende Juli lief eine ähnliche Aktion auf zehn Varianten, ebenfalls mit 30 %, bei einzelnen Artikeln bis 40 %.
Myprotein senkt eher dauerhaft. Für den 1. bis 15. September 2026 kündigte Myprotein seine Impact Week an, mit Rabatten von „bis zu 80 %“ (Mitteilung an Partner-Websites vom 28. August 2026). In diesen zwei Wochen wurden 115 von 409 erfassten Varianten um mindestens 5 % günstiger, typisch um 9 % gegenüber dem Preis vom 31. August. Die tiefsten Senkungen, um rund 60 %, betrafen Restposten. Anfang Oktober galten fast alle Senkungen noch: Von 105 lieferbaren Varianten waren 104 weiter günstiger als vor der Aktion. Schon seit dem 20. August kosteten Impact Whey 10 % und Impact Whey Isolate 13 bis 18 % weniger.
Ein fester Termin steht bevor: der Black Friday, 2026 am 27. November. ESN kündigt für seine Black Week 2026 Rabatte von „bis zu 70 %“ an, noch ohne Datum (ESN, abgerufen am 5. Oktober 2026). Solche Spitzenwerte gelten nicht für das gesamte Sortiment, sondern für einzelne Artikel: Die ESN-Aktion im September betraf 13 von 202 Varianten.
Mehr als der Wochentag zählt deshalb, ob ein bestimmtes Produkt gerade unter seinem üblichen Preis liegt. Das zeigt der täglich geprüfte Angebots-Check. Ob die Black-Week-Rabatte die Verteuerung von 29 % beim Whey ausgleichen, zeigt die nächste Ausgabe (Anfang Januar 2027).
Gleiches Produkt, anderer Preis: die Momentaufnahme
Ein Preisverlauf zeigt ein Produkt bei einem Anbieter. Für den Vergleich zwischen Anbietern führt SupPrice identische Artikel zusammen, über die EAN und, wo sie fehlt, über Marke, Produktname und Größe. Dazu zählen auch Händler, die fremde Marken weiterverkaufen. Am 5. Oktober 2026 waren 379 Produkte bei mindestens zwei der 19 angebundenen Anbieter lieferbar.
Am kleinsten ist der Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter bei Proteinpulver, im Mittel 7 %. Bei Trainingsprodukten sind es 15 %, bei Gesundheitsprodukten 11 %.
| Bereich | Produkte | Mittlerer Preisunterschied | über 20 % |
|---|---|---|---|
| Proteinpulver | 207 | 6,8 % | 28 Produkte |
| Training | 78 | 15,0 % | 32 Produkte |
| Gesundheit | 69 | 11,4 % | 20 Produkte |
Die größten Preisspannen am 5. Oktober 2026
Die acht Produkte mit dem größten Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter, eine Zeile je Produktlinie:
| Produkt | Günstigster Anbieter | Teuerster Anbieter | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Body Attack CREAZ (1 kg) | 19,99 € | 56,95 € | +185 % |
| Now Foods Magnesiumcitrat 200 mg (100 Tabletten) | 13,50 € | 31,10 € | +130 % |
| Mammut Whey Protein (1 kg) | 34,95 € | 79,99 € | +129 % |
| Bulk Elektrolytpulver (500 g) | 12,21 € | 21,99 € | +80 % |
| Inlead Nutrition Whey Protein (1 kg) | 44,90 € | 75,54 € | +68 % |
| Dorian Yates Nutrition Hit BCAA 4 (450 g) | 22,50 € | 37,77 € | +68 % |
| Bulk Kreatin Monohydrat (500 g) | 15,99 € | 26,66 € | +67 % |
| All Stars BCAA Powder (420 g) | 24,74 € | 38,99 € | +58 % |
Momentaufnahme vom 5. Oktober 2026, nur lieferbare Angebote. Eine Zeile je Produktlinie (Marke, Name, Größe); bei mehreren Geschmacksrichtungen steht die mit der größten Spanne, der Link führt zu ihr.
Was dieser Index nicht ist
Kein Index für den gesamten deutschen Markt. Die Monatsreihen messen die Preise von 7 Online-Anbietern, deren Shops wir täglich selbst erfassen. Stationärer Handel, Drogerien und große Marktplätze sind nicht dabei. Wo auf dieser Seite von der Nachfrage im Lebensmittelhandel die Rede ist, stammen die Zahlen aus verlinkten Fremdquellen, nicht aus unserer Messung.
Keine Gewichtung nach Absatz. Wir wissen nicht, welches Produkt wie oft verkauft wird. Jede erfasste Variante zählt gleich, und ein Anbieter mit vielen Geschmacksrichtungen wiegt dadurch schwerer als einer mit wenigen. Wie viel das ausmacht, haben wir nachgerechnet: Zählt man je Produkt statt je Variante, kommt Whey Konzentrat auf 30 statt 29 %.
Keine Aussage über einzelne Gebindegrößen. Der Index fasst alle Größen zusammen. Getrennt gerechnet stieg Whey Konzentrat seit Januar in Packungen bis 1 kg um 23 %, in größeren um 45 %; veganes Protein seit Mai um 7 und 10 %. Das ist eine Sonderrechnung mit eigener Klassengrenze und nur ein Anhaltspunkt. Für die Frage, welche Packungsgröße sich lohnt, taugt der Index nicht.
Die genannte Spannbreite ist kein Fehlerbereich. Die Spanne beim Whey, die sich ohne je einen Anbieter ergibt, zeigt, wie stark ein einzelner Anbieter das Bild prägt. Ein statistisches Konfidenzintervall ist sie nicht, und wir haben auch keines, weil die erfassten Anbieter keine Zufallsstichprobe sind.
Noch keine lange Historie. SupPrice erfasst Preise seit dem 3. Januar 2026. Was hier steht, ist eine Aufnahme über neun Monate und keine Aussage darüber, ob Supplements langfristig teurer werden. Ob ein Anstieg wie der dieses Jahres ungewöhnlich ist, lässt sich erst im Vergleich mit dem Vorjahr beurteilen.
Wir sind kein neutraler Absender. Wir sind ein Preisvergleich, und dass Vergleichen sich lohnt, ist zugleich unser Geschäftsmodell und die Aussage dieses Textes. Beides lässt sich nicht trennen, also legen wir offen, worauf die Aussage beruht: Die Streuung zwischen den Produkten ist gemessen und nicht behauptet, und die Monatsreihen stehen als CSV zum Nachrechnen bereit.
Häufige Fragen
Warum ist Whey Protein 2026 so teuer geworden?
Der Rohstoff ist teurer geworden. Der Terminkontrakt auf Molkenpulver an der Leipziger Börse EEX wurde im Juli 2025 mit 787 € je Tonne abgerechnet, im September 2026 mit 1.612 €. Süßmolkenpulver notierte in Kempten am 30. September 2026 bei 2.025 € je Tonne, 75 % über dem Januar. Die Nachfrage wächst, weil Protein vom Fitnessthema zum Supermarktsortiment geworden ist; das Angebot wächst kaum, weil Molke nur als Nebenprodukt der Käseherstellung anfällt. Details und Quellen im Abschnitt „Whey Protein: vom Rohstoff ins Regal“.
Wird Whey wieder günstiger?
Eine Prognose geben unsere Daten nicht her. Im dritten Quartal hat der Rohstoff nicht gedreht: Der EEX-Kontrakt stieg von Juli bis September weiter, die Kemptener Notierung blieb auf hohem Niveau stabil. Identische Produkte kosten je nach Anbieter unterschiedlich viel, bei Proteinpulver im Mittel 7 %. Tagesaktuelle Tiefpreise zeigt der Angebots-Check.
Was ist die günstigste Proteinquelle?
Je 30 g Protein war zum Stand 5. Oktober 2026 ein Sojaproteinisolat am günstigsten, mit 0,31 €. Typisch kosten 30 g Protein aus Casein 0,69 €, aus veganem Protein 0,92 € und aus Whey Konzentrat 1,60 €. Die Werte sind eine Momentaufnahme und hängen davon ab, welche Produkte gerade lieferbar sind.
Gibt es den besten Wochentag zum Supplement-Kauf?
Nein. Das Preisniveau ist über die Woche praktisch gleich, zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wochentag liegt weniger als ein Prozent. Aktionspreise sind zum Wochenstart häufiger als am Freitag, das Muster trägt aber vor allem ein Anbieter. Mehr bringt der Blick auf einzelne Produkte unter ihrem üblichen Preis und auf Aktionen wie den Black Friday.
Wie berechnet SupPrice den Preisindex?
Aus einer festen Auswahl identischer Produktvarianten (Panel), die am Anfang und am Ende eines Rechenabschnitts erfasst sind. Je Variante zählt der typische Monatspreis (Median) des tatsächlich verlangten Preises an lieferbaren Tagen. Der Index ist die durchschnittliche prozentuale Veränderung dieser Preise (geometrisches Mittel). Seit März rechnet eine erweiterte Auswahl mit 7 Anbietern mit, am März-Wert verkettet, damit die Erweiterung selbst den Index nicht bewegt. UVP und Streichpreise fließen nie ein. Details im Abschnitt Methodik.
Warum sind nicht alle Anbieter von Januar an im Index?
Weil die tägliche Erfassung nicht überall gleichzeitig begann. Fünf Anbieter werden seit Anfang Januar 2026 erfasst, vier davon seit dem 3. Januar, einer seit dem 5. Einer aus dieser Gruppe führte seine Whey-Produkte erst ab März in unserer Erfassung, zwei weitere Anbieter kamen Ende Februar dazu. Seit März rechnen bis zu 7 Anbieter in die Proteinpulver-Reihen hinein. Anbieter, deren Preise über Partner-Feeds kommen, zählen nur in den Momentaufnahmen (Abschnitt Methodik).
Darf ich die Zahlen und Charts verwenden?
Ja. Alle Zahlen und Grafiken stehen unter CC BY 4.0 und dürfen mit Quellenangabe (SupPrice-Index, supprice.de/preisindex) frei zitiert, eingebettet und weiterverarbeitet werden, auch kommerziell. Die Monatsreihen gibt es im Abschnitt Daten als CSV-Download.
Methodik
Datenbasis. 707.734 Preispunkte seit dem 3. Januar 2026, erfasst an 274 Tagen. Erfasst wird der tatsächlich verlangte Verkaufspreis; UVP und Streichpreise fließen nie in den Index ein. Die Monatsreihen rechnen nur mit Preisen, die wir selbst in den Shops erfassen. Preise, die Anbieter über Partner-Feeds liefern (seit Ende Juni), zählen nur in den Momentaufnahmen.
Festes Panel, verkettet. In die Trendrechnung fließen nur Produktvarianten ein, die am Anfang und am Ende eines Rechenabschnitts Preise haben. Der Index hat zwei Abschnitte: Bis März rechnet das Panel der von Januar an erfassten Anbieter (Whey Konzentrat: 275 Varianten über 4 Anbieter), ab März das erweiterte Panel (340 Varianten über 6 Anbieter). Beide Abschnitte werden am März-Wert aneinandergehängt. Das Dazukommen eines Anbieters bewegt den Index dadurch nicht, jede Bewegung der Kurve ist eine Preisänderung. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU wird ebenso verkettet, dort jährlich (Eurostat, HICP-Methodenhandbuch 2024, S. 28). Das Panel ist nicht kuratiert: Es enthält alles, was am Anfang und am Ende eines Abschnitts Preise geliefert hat. Drei Anbieter fehlen vor März: Zwei werden erst seit Ende Februar täglich erfasst, beim dritten kamen die Whey-Produkte erst im März in die Erfassung. Produktgruppen, die erst seit Mai erfasst werden (Casein, veganes Protein, Elektrolyte, Omega 3 und Magnesium), rechnen ab Mai und sind entsprechend gekennzeichnet.
Rechnung. Je Variante wird der Monatsmedian des Preises gebildet, nur aus Tagen, an denen sie lieferbar war. So fallen einzelne Aktionstage nicht ins Gewicht. Der Index ist das geometrische Mittel aller Preisveränderungen gegenüber dem Basismonat (Jevons-Index). Es reagiert auf jede Preisänderung und dämpft einzelne Extremwerte stärker als ein einfacher Durchschnitt. Wenn nur Preise und keine Absatzmengen vorliegen, ist es in den Verbraucherpreisindizes der EU-Staaten die meistgenutzte Formel (Eurostat, S. 263).
Euro-Darstellung. Das typische Preisniveau einer Produktgruppe startet beim Median des Panels im Basismonat und wird mit dem Index fortgeschrieben. Der rohe Monatsmedian verschiebt sich auch dann, wenn kein Produkt seinen Preis ändert, etwa wenn günstige Varianten zeitweise ausverkauft sind. Bei Kollagen stieg er bis September von rund 30 auf 38 € je Kilo, identische Produkte wurden im Mittel um 4 % teurer. Deshalb gibt es auf dieser Seite eine Euro-Reihe je Produktgruppe, nach einem Verfahren für alle Monate: Der Median liefert nur den Startwert, jede Veränderung danach kommt aus dem Index. Die Bezugsgröße hängt an der Darreichungsform: Kilopreis, wo Gewichte hinterlegt sind, sonst der Preis je 100 Kapseln, und wo eine Gruppe beides mischt, der Packungspreis. Jede Angabe trägt ihre Einheit, auch im CSV.
Qualitätssicherung. Bekannte Erfassungsfehler werden ausgeschlossen: Platzhalterpreise ab 1.000 € und Angebote mit offensichtlich falscher Zuordnung von Preis und Größe. Ändert ein Anbieter die Packungsgröße, ist es nicht mehr dasselbe Produkt und es fällt aus der Rechnung; sonst würde der Index eine größere Dose als Preiserhöhung zählen. Jede Kennzahl wird vor der Veröffentlichung gegen die Verteilung auf die Anbieter geprüft: Kippt ein Ergebnis, wenn man den größten Anbieter herausrechnet, wird es nicht oder nur abgeschwächt veröffentlicht. Deshalb weisen wir BCAA und Mehrkomponenten-Protein nicht aus und nennen beim Whey die Spanne mit, die sich ohne je einen Anbieter ergibt.
Wochentage und Aktionen. Der Wochentags-Befund vergleicht den Preis jedes Tages mit dem Monatsmedian derselben Variante; er steht als Tendenz, nicht als Regel. Eine Preiserhöhung, die ein Anbieter hält, lässt außerdem die Tage davor wie Aktionstage aussehen, weil sie unter dem Monatsmedian liegen. Aktionen einzelner Anbieter messen wir deshalb gegen den Preis am Vortag.
Momentaufnahmen. Preisspannen und Preis pro 30 g Protein stammen vom 5. Oktober 2026, die Monatsreihen enden im September 2026. Beide rechnen über alle 19 angebundenen Anbieter und nur mit lieferbaren Angeboten. Die Preisspannen vergleichen identische Produkte in gleicher Größe, mit dem niedrigsten Preis je Anbieter. Der Preis pro 30 g Protein wird aus Kilopreis und Proteingehalt je 100 g berechnet.
Quellen und Datenlücken. Externe Einordnungen (Rohstoffnotierungen, Marktberichte, Studien, Angaben von Anbietern) stehen mit Quelle und Datum auf der Seite, verlinkt, wo die Quelle öffentlich ist. Wo sich eine Ursache nicht belegen lässt, steht das im Text. Prozis lieferte vom 16. bis 28. Juli keine Preise, sein Juli-Wert beruht auf 18 Tagen.
Daten herunterladen
Die Monatsreihen aller Produktgruppen stehen als CSV bereit: Index, typisches Preisniveau mit Einheit, Basismonat, Panelgröße (Varianten, Produkte, Anbieter) und Verkettung, je Monat. Deutsches Format mit Semikolon, direkt in Excel und Google Sheets nutzbar:
supprice-preisindex.csv herunterladen
Lizenz. Alle Zahlen dieser Seite und die CSV stehen unter Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Nutzung, Weitergabe und Bearbeitung sind damit erlaubt, auch kommerziell, solange die Quelle genannt und verlinkt wird.
Archiviert und zitierfähig. Der Datensatz liegt zusätzlich dauerhaft bei Zenodo und hat einen DOI (10.5281/zenodo.22017250). Er verweist immer auf die neueste Ausgabe, jede Ausgabe erscheint dort als neue Version. Formale Zitierweise: „Kruschke, E. (2026): SupPrice-Index: Preisentwicklung von Nahrungsergänzungsmitteln im deutschen Onlinehandel. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.22017250“.
Zitierweise: „Quelle: SupPrice-Index, supprice.de/preisindex (Monatsreihen bis September 2026), CC BY 4.0“. Rückfragen zur Methodik, Sonderauswertungen und druckfähige Charts über das Impressum.