SupPrice-Index · August 2026
Die Whey-Rallye 2026: Wie sich Supplement-Preise in Deutschland tatsächlich entwickeln
Proteinpulver kostet im August 2026 deutlich mehr als zu Jahresbeginn. Ein Kilo Whey Konzentrat liegt heute bei rund 27 €, im Januar waren es knapp 22 €. Macht 23 % mehr, gemessen am identischen Produkt beim identischen Anbieter. Whey Isolat hat sich mit 33 % noch stärker verteuert, Clear Whey um 12 %. Und die Rallye bleibt nicht bei der Molke: Auch Kreatin liegt inzwischen 19 % über dem Jahresbeginn. Ruhig bleiben Kollagen, Casein und veganes Protein, das mittlerweile die günstigste Proteinquelle ist.
Der Gesamttrend ist allerdings kein verlässlicher Indikator dafür, was ein einzelner Einkauf kostet. Mehr als die Hälfte der beobachteten Proteinpulver (58 %) kostet heute zwar mindestens ein Fünftel mehr als im Januar, 21 % sind aber günstiger geworden. Die Verteuerung verteilt sich also sehr ungleich, bis hinunter zum einzelnen Produkt. Ein einheitlicher Markttrend sieht anders aus, und genau deshalb zahlt sich Vergleichen aktuell stark aus.
Der SupPrice-Index misst, wie sich die Preise ein und derselben Supplements im Zeitverlauf entwickeln. Seit Januar 2026 erfassen wir dafür täglich die Preise deutscher Shops, immer den tatsächlich verlangten Preis, nie UVP oder Streichpreise. Neu angebundene Anbieter wachsen in den Index hinein, ohne die Kurve zu verzerren (mehr dazu in der Methodik).
Stand: 1. August 2026 · Aktualisierung zum Quartalsende, nächstes Update im September 2026 · Methodik · Daten als CSV
SupPrice-Index, kurz für Supplement-Preisindex.
Der Index im Überblick
Jeder Punkt ist klickbar und führt zum Abschnitt, der ihn belegt.
- Die Whey-Rallye treibt Molkenprotein seit Januar nach oben: Whey Konzentrat +23 %, Whey Isolat +33 %. Ein Kilo Konzentrat kostet heute rund 27 € statt 22 €. Ursache ist ein Nachfrageüberhang am Rohstoffmarkt, wo sich Molkenpulver im selben Zeitraum um zwei Drittel verteuert hat.
- Über alle Proteinpulver hinweg steht der Index bei +22 %. Bei den anderen Produktgruppen geht es weit auseinander: Kreatin +19 %, Clear Whey +12 %, Kollagen +3 %, veganes Protein +3 %, Omega 3 +3 %, Casein +1 %, Elektrolyte und Magnesium praktisch unverändert.
- Der Anstieg bei Kreatin hat mit dem Milchmarkt nichts zu tun: Die Nachfrage wächst über die Fitnessblase hinaus, mit Forschung und Käufergruppen weit jenseits des Kraftsports.
- Casein bleibt von der Rallye verschont, weil es sich schlechter verarbeiten lässt: Es flockt in sauren Getränken aus und dickt beim Erhitzen ein, taugt also kaum als Proteinzusatz und wird vom Protein-Boom im Supermarkt nicht mitgezogen.
- In 7 der 10 Produktgruppen ist seit dem Basismonat kein einziges Produkt nennenswert günstiger geworden. Echte Gegenbewegungen gibt es nur bei Whey Protein (Konzentrat), Kollagen und Magnesium. Umgekehrt heißt eine flache Gruppe nicht, dass sich nichts bewegt: Bei Magnesium stehen 25 % Verteuerung und 33 % Senkung nebeneinander.
- Die Verteuerung verteilt sich sehr ungleich: 58 % der 459 verfolgten Proteinpulver-Varianten kosten mindestens ein Fünftel mehr als im Januar, 21 % sind günstiger geworden.
- Das meiste Protein fürs Geld liefern vegan und Casein: 30 g Protein kosten 0,79 € aus veganem Protein (ab 0,36 € beim Erbsenproteinisolat) und 0,98 € aus Casein, gegenüber 1,49 € aus Whey Konzentrat. Beide sind im Vergleich günstiger geworden, ohne dass sich ihr Preis bewegt hat.
- Den besten Wochentag für den Einkauf gibt es nicht, zwischen dem günstigsten und dem teuersten liegt weniger als ein Prozent. Verlässlich sind nur die bekannten Aktionsfenster.
- Seit Juli führt SupPrice identische Artikel über die EAN zusammen, aktuell 325 Produkte bei mindestens zwei der 17 Anbieter. Das macht günstige Gelegenheiten auch außerhalb der Hersteller-Aktionen sichtbar: Bei Trainingssupplements liegen zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter im Mittel 13 %.
Whey Protein: vom Rohstoff ins Regal
Die Whey-Rallye kam nicht über Nacht, sondern in Monatsschritten: Jeder Monat seit Januar lag über dem vorherigen, keiner brachte eine Gegenbewegung. Zu Jahresbeginn ging es um rund drei Prozent nach oben, im Mai stand die Kurve fast still, danach wurde das Tempo größer. Den größten Sprung brachte der Juli mit 6,3 % gegenüber dem Vormonat.
Der Anstieg hat eine belegbare Ursache am Rohstoffmarkt, und dort beginnt er früher als im Regal. Im Januar kostete Süßmolkenpulver für die Lebensmittelherstellung an der Kemptener Börse noch rund 1.150 € je Tonne, Tendenz stabil (Notierung vom 21.01.2026). Bis Mitte März kletterte sie auf 1.300 €, im Mai stieg sie innerhalb von drei Wochen auf über 1.900 € und stand Anfang Juli bei 1.915 € (Notierung vom 01.07.2026), zwei Drittel mehr als zu Jahresbeginn. An der Leipziger Börse EEX, wo neben Strom auch Milchprodukte für spätere Liefertermine gehandelt werden, war die Bewegung noch früher zu sehen: 787 € je Tonne im Juli 2025, 998 € im Januar 2026, 1.399 € im April (EEX-Settlements). Für die eigentliche Rohware der Hersteller, Whey-Konzentrat mit 80 % Proteingehalt, nannte der Marktdatendienst DCA im April rund 20.250 € je Tonne (DCA), knapp 90 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Agrarfachpresse meldete Ende April einen „Rekordpreis für Molkenpulver“ (top agrar, agrarheute), der Milchmarktanalyst Wouter Baan brachte die Ursache dort auf den Punkt: Molke wandele sich „von einem Nebenprodukt zu einem Inhaltsstoff mit aktiver Nachfrage“.
Genau darin liegt der Engpass. Molke fällt als Nebenprodukt der Käseherstellung an, die verfügbare Menge wächst also nur mit dem Käsemarkt, rund 4 bis 5 % im Jahr (NutraIngredients). Die Nachfrage wächst um ein Vielfaches davon, denn Protein ist in Deutschland längst kein Fitnessthema mehr, sondern Supermarktsortiment. Der Umsatz mit Proteinpulver in Handel und Drogerien hat sich binnen zwei Jahren fast verdreifacht, von 113 auf 327 Mio. €, und die Zahl der Haushalte, die es kaufen, verdoppelte sich auf über fünf Millionen, etwa jeden achten in Deutschland (jeweils Zwölfmonatszeitraum bis Juni, NIQ). Lebensmittel, die Protein groß auf die Packung schreiben, kosten im Schnitt 40 % mehr als vergleichbare Produkte ohne diese Auslobung, und ihr Umsatz wächst trotzdem fast zehnmal so schnell. Dazu kommen die Abnehmspritzen: Rund zwei Millionen deutsche Haushalte nutzen GLP-1-Medikamente wie Ozempic oder Wegovy, und weil dabei auch Muskelmasse verloren geht, greifen sie gezielt zu proteinreichen Produkten (YouGov-Shopperpanel). Auch die deutsche Publikumspresse hat das Thema inzwischen entdeckt (Men's Health).
Am Rohstoffmarkt richtete sich die Nachfrage zunächst vor allem auf das Konzentrat, das Isolat „hinkte hinterher“, wie es der britische Marktdatendienst DCA Market Intelligence formulierte, der seit 2026 eigene Preis-Benchmarks für den europäischen Whey-Markt veröffentlicht. Bei den Endkundenpreisen hat sich das inzwischen umgekehrt: Whey Isolat liegt mit 33 % deutlich über dem Konzentrat (23 %). Ein Anbieter hat dabei allerdings weit überdurchschnittlich erhöht und verzieht das Gesamtbild: Prozis verlangt für sein Isolat seit März im Mittel knapp die Hälfte mehr. Ohne diesen einen Anbieter läge die Gruppe bei 25 % und damit fast gleichauf mit dem Konzentrat. Am moderatesten stieg Clear Whey mit 12 %.
Clear Whey basiert auf demselben Rohstoff, doch die Preissteigerung fällt hier geringer aus. Ein Teil der Erklärung steckt im Preisniveau: Clear Whey kostet mit rund 56 € je Kilo fast das Doppelte des Konzentrats, derselbe Kostenanstieg bei der Rohware wiegt prozentual entsprechend weniger.
Was die Anbieter-Erweiterung im März mit der Kurve macht
Ab März laufen drei weitere Anbieter in die Berechnung ein: Prozis und Rühl24 werden erst seit Ende Februar täglich erfasst, Myprotein führte seine Whey-Produkte erst ab März in unserer Erfassung. Die Erweiterung bestätigt den bisherigen Trendverlauf. Der Preisanstieg hängt dabei an keinem einzelnen Anbieter: Lässt man probeweise jeden der sieben einmal weg, bleibt das Ergebnis zwischen 20 % und 34 %. Am oberen Ende dieser Spanne steht die Rechnung ohne Bodylab24, das sein Whey Protein seit April von 52,99 € auf 37,90 € je Kilo gesenkt hat und den Index als einziger Anbieter spürbar dämpft. Der anschließend steilere Kurvenverlauf lässt sich demzufolge nicht den zusätzlichen Anbietern zuschreiben.
Jede Produktgruppe einzeln
Jede Kachel zeigt eine Produktgruppe, die gestrichelte Linie markiert das Ausgangsniveau. Alle Kacheln teilen denselben Maßstab, eine steilere Linie bedeutet also auch einen stärkeren Preisanstieg. Am stärksten hat es die Molkenproteine erwischt, aber sie sind nicht allein: Kreatin liegt mit 19 % im selben Bereich wie Whey Konzentrat. Wirklich ruhig blieben Kollagen, Casein, Elektrolyte, Omega 3 und Magnesium, alle im Bereich weniger Prozentpunkte. Dabei lohnt der Blick hinter den Durchschnitt: Bei Kreatin haben gut 44 % der verfolgten Produkte angezogen, während der Rest sich kaum bewegt hat. Wie viel Bewegung in einer Gruppe steckt, steht weiter unten unter dem Diagramm „Preisentwicklung im Detail“.
Quelle: SupPrice-Index · supprice.de/preisindex · Preisniveau je Produktgruppe, links der Startwert im Basismonat, rechts der aktuelle Stand. Alle Kacheln nutzen denselben relativen Maßstab (10 % unter bis 40 % über dem Startwert), die Steigungen sind also direkt vergleichbar. Die Bezugsgröße richtet sich nach der Darreichungsform: Kilopreis, wo Gewichte hinterlegt sind, Preis je 100 Kapseln bei Omega 3, Packungspreis bei Elektrolyten und Magnesium, wo die Gruppe verschiedene Darreichungsformen mischt. Erst die Proteinprodukte, dann die übrigen Gruppen, jeweils nach Preisanstieg sortiert. Whey Konzentrat steht als großes Diagramm im Kapitel darüber.
Eine Produktgruppe genauer ansehen
Im folgenden Diagramm lässt sich jede Produktgruppe einzeln aufrufen, samt den genauen Werten für jeden Monat. Darunter steht jeweils, wie sich die Einzelprodukte hinter der Linie verteilen. Das ist wichtig, weil eine flache Kurve nicht bedeutet, dass sich nichts bewegt hat: Sie zeigt die Mitte, und die kann stillstehen, während ein Teil der Produkte deutlich teurer wird.
Preisentwicklung im Detail
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| Produktgruppe | seit | Startpreis | Preis heute | Veränderung | Panel |
|---|---|---|---|---|---|
| Proteinpulver gesamt | Jan | 39,99 € | 48,79 € je kg | +22,0 % | 692zuvor 472 |
| Whey Protein (Konzentrat) | Jan | 21,99 € | 27,11 € je kg | +23,3 % | 386zuvor 273 |
| Whey Isolat | Jan | 38,00 € | 50,35 € je kg | +32,5 % | 142zuvor 64 |
| Clear Whey | Jan | 49,95 € | 55,69 € je kg | +11,5 % | 164zuvor 135 |
| Kreatin | Jan | 29,99 € | 35,75 € je kg | +19,2 % | 43zuvor 41 |
| Kollagen | Jan | 29,99 € | 30,92 € je kg | +3,1 % | 34zuvor 40 |
| Casein | Mai | 25,95 € | 26,13 € je kg | +0,7 % | 84 |
| Veganes Protein | Mai | 18,99 € | 19,58 € je kg | +3,1 % | 177 |
| Elektrolyte | Mai | 21,49 € | 21,58 € je Packung | +0,4 % | 30 |
| Omega 3 | Mai | 11,83 € | 12,15 € je 100 Stk. | +2,7 % | 31 |
| Magnesium * | Mai | 15,37 € | 15,34 € je Packung | -0,2 % | 26 |
Start- und Endpreis beziehen sich auf die Bezugsgröße der Gruppe (Kilopreis, bei Omega 3 Preis je 100 Kapseln, bei Elektrolyten und Magnesium Packungspreis). Veränderung = geometrisches Mittel der Preisveränderungen identischer Produktvarianten seit Basismonat. Panel-Spalte: Varianten heute, darunter der Stand vor der Anbieter-Erweiterung im März (seither rechnen sieben Anbieter in die Reihen hinein, am März-Wert verkettet, Details in der Methodik). Varianten sind Geschmacksrichtungen und Größen desselben Produkts, die Zahl liegt deshalb über der Zahl der Produkte dahinter: Bei Whey Konzentrat sind es zuletzt 386 Varianten aus 34 Produkten. * kleines Panel (unter 30 Varianten), Aussagekraft eingeschränkt. BCAA erfüllt die Panel-Kriterien formal, wird aber nicht ausgewiesen, weil eine einzelne Produktfamilie die Hälfte des Panels stellt.
Warum Kreatin mitzieht und Casein nicht
Der Preisanstieg bei Kreatin hat nichts mit dem Milchmarkt zu tun. Der Rohstoff wird chemisch hergestellt. Eine öffentliche Rohstoffnotierung wie bei Molkenpulver gibt es für Kreatin nicht, die Erklärung stützt sich hier also auf gestiegene Nachfrage und Kapazität, nicht auf eine nachprüfbare Preiskurve. Die Forschung hat das Thema über den Kraftsport hinaus ausgeweitet, mit Metaanalysen zu Kraft und Muskelmasse im Alter (European Review of Aging and Physical Activity, Dezember 2025) und zu Frauen nach der Menopause (Journal of the International Society of Sports Nutrition, Mai 2026). Das schlägt sich in der Menge nieder: 2025 erschienen in der Literaturdatenbank PubMed 85 Arbeiten zum Stichwort „creatine supplementation“, fast doppelt so viele wie im Jahresschnitt des Jahrzehnts davor. Auf der Käuferseite passt das Bild dazu, die US-Kette GNC meldet einen seit 2020 um 75 % höheren Kreatin-Absatz und einen Anstieg des Frauenanteils unter den Käufern von 18 auf 30 % (Bloomberg). Eng ist es zugleich auf der Angebotsseite: AlzChem aus Trostberg, dessen Creapure in der Branche als Referenzqualität gilt, investiert rund 120 Mio. € in zusätzliche Kreatin-Kapazität, die aber erst ab der zweiten Jahreshälfte 2027 anläuft (NutraIngredients).
Casein stammt wie Whey aus Milch, wird aber in einem anderen Verfahren gewonnen. Es macht rund 80 % des Milcheiweißes aus, muss aber eigens aus der Magermilch herausgelöst werden, durch Fällung oder, bei micellarem Casein, durch Mikrofiltration (Tetra Pak Dairy Processing Handbook). Dass Casein in der Lebensmittelindustrie seltener als Proteinzusatz auftaucht, hat einen praktischen Grund: Es flockt in sauren Getränken aus und dickt beim Erhitzen ein, Molkenprotein bleibt dagegen klar und dünnflüssig. Für Proteindrinks und ähnliche Produkte ist Molkenprotein deshalb der einfachere Rohstoff, und Casein wird kaum in den Protein-Boom der Supermarktsortimente hineingezogen. Eine europäische Preisnotierung für Casein gibt es nicht öffentlich, die Erklärung stützt sich hier auf die Herstellung.
Gewinner und Verlierer
Hinter jedem Indexpunkt stehen einzelne Produkte. Jede Kachel zeigt für eine Produktgruppe das Produkt mit der größten Verteuerung und das mit der größten Senkung, gerechnet ab dem Basismonat der Gruppe oder, bei den mit * markierten Produkten, ab März 2026, jeweils über alle Geschmacksrichtungen gemittelt. Ausgewiesen wird nur, was sich um mehr als 5 % bewegt hat. Das sind Marktbeobachtungen, keine Bewertung einzelner Anbieter: Preisänderungen dieser Größenordnung spiegeln vor allem Rohstoff- und Sortimentspolitik.
Die Leerstellen untermauern den Gesamttrend. In 7 der 10 Produktgruppen ist seit dem Basismonat kein einziges Produkt nennenswert günstiger geworden, darunter Whey Isolat, Kreatin und veganes Protein. Echte Gegenbewegungen gibt es nur bei Whey Protein (Konzentrat), Kollagen und Magnesium.
Umgekehrt bewegen sich einzelne Produkte auch dort kräftig, wo die Gruppe stillsteht. Bei Kollagen liegt die größte Verteuerung bei 36 %, obwohl die Gruppe insgesamt bei 3 % steht. Bei Magnesium stehen 25 % Verteuerung und 33 % Senkung nebeneinander, der Gruppenindex zeigt trotzdem fast eine Null. Ein Gesamttrend um 0 % heißt also nicht, dass sich nichts bewegt hat; wie sich die Produkte einer Gruppe im Einzelnen verteilen, zeigt das Diagramm Preisentwicklung im Detail.
Whey Isolat
+32,5 %90,99 € → 139,98 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Whey Protein (Konzentrat)
+23,3 %62,99 € → 97,98 €
46,99 € → 37,90 €
Clear Whey
+11,5 %20,99 € → 29,99 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Veganes Protein seit Mai
+3,1 %13,99 € → 15,99 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Casein seit Mai
+0,7 %Kein Produkt mehr als 5 % teurer.
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Kreatin
+19,2 %22,99 € → 32,99 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Kollagen
+3,1 %27,99 € → 37,99 €
26,99 € → 24,99 €
Omega 3 seit Mai
+2,7 %12,49 € → 15,99 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Elektrolyte seit Mai
+0,4 %23,99 € → 26,99 €
Kein Produkt mehr als 5 % günstiger.
Magnesium seit Mai
-0,2 %5,99 € → 7,49 €
2,99 € → 1,99 €
Quelle: SupPrice-Index · supprice.de/preisindex · Preise sind Monatsmediane je Produkt (keine Tagesausreißer), Geschmacksrichtungen desselben Produkts in derselben Größe zusammengefasst. Produkte mit geänderter Packungsgröße bleiben außen vor, weil ihr Vorher-Nachher-Preis sonst eine Preisänderung zeigen würde, die keine ist. Reihenfolge wie beim Kachel-Gitter oben. * Produkt erst mit der Anbieter-Erweiterung im März 2026 in der Erfassung, die Veränderung bezieht sich deshalb auf diesen Monat statt auf den Basismonat der Gruppe. Der Gruppenindex rechnet diese Anbieter ab demselben Monat mit (Verkettung, siehe Methodik).
Die Schere geht auf
Der spannendste Befund des Halbjahres ist nicht der Anstieg selbst, sondern wie weit die einzelnen Produkte dabei auseinanderlaufen. Im Januar starten alle beobachteten Produkte mit dem Basisindex 100. Sechs Monate später sind 58 % aller Produkte mindestens um ein Fünftel teurer geworden, 21 % dagegen günstiger. Schaut man auf die Extreme, ist das obere Zehntel um mindestens 42 % gestiegen, das untere Zehntel um mindestens 19 % gefallen.
Für Käufer heißt das: Der Durchschnittspreis sagt nur begrenzt etwas darüber, was ein konkreter Einkauf kostet. Zwischen den Produkten, die am stärksten zugelegt haben, und denen, die heute günstiger sind als im Januar, liegen beim gleichen Produkttyp gut 60 Prozentpunkte. Wer 2026 nicht vergleicht, zahlt die Rallye komplett mit.
Die günstige Seite des Regals
Der Listenpreis allein ist nicht ausreichend, entscheidend ist der Preis pro Gramm Protein. Und da hat die Whey-Rallye die Rangordnung im Regal verschoben: Casein, traditionell das teurere „Nacht-Protein“, liefert 30 g Protein im Mittel inzwischen für 0,98 €, Whey Konzentrat kostet 1,49 €. Veganes Protein ist mit Abstand am günstigsten und seit Mai preislich unverändert, ab 0,36 € pro 30 g Protein beim Erbsenproteinisolat.
Wer ausschließlich darauf setzt, das meiste Protein für sein Geld zu bekommen, kauft 2026 also vegan oder Casein. Die Whey-Rallye ist damit auch eine Geschichte über Ausweichrouten, die im Vergleich günstiger geworden sind, obwohl sich ihr Preis nicht bewegt hat.
Was 30 g Protein heute kosten
| Produktgruppe | Median | Bester Preis |
|---|---|---|
| Veganes Proteinpulver | 0,79 € | ab 0,36 € |
| Casein | 0,98 € | ab 0,68 € |
| Whey Protein (Konzentrat) | 1,49 € | ab 0,75 € |
| Whey Isolat | 1,74 € | ab 0,99 € |
| Protein Kaffee | 2,17 € | ab 1,44 € |
| Clear Whey | 2,23 € | ab 1,33 € |
Median über alle aktuell lieferbaren Produkte der Produktgruppe, je Produkt der günstigste Anbieter. Casein und veganes Protein werden erst seit Mai in voller Breite erfasst, ihre Preisentwicklung davor ist deshalb nicht vergleichbar.
Preis-Leistungs-Führer je Produktgruppe
Die drei günstigsten Produktlinien je Produktgruppe, gemessen am Preis für 30 g Protein beim jeweils günstigsten Anbieter:
| Produktgruppe | günstigste Produktlinien |
|---|---|
| Veganes Proteinpulver |
|
| Casein | |
| Whey Protein (Konzentrat) |
|
| Whey Isolat |
|
| Clear Whey |
|
| Protein Kaffee |
|
Wann kaufen? Timing, Aktionen, Black Friday
Der Markt ist in Bewegung: In einer typischen Woche ändert rund ein Viertel aller beobachteten Produkte den Preis (27 % im Schnitt). Den vielzitierten „besten Wochentag“ gibt es beim Preisniveau trotzdem nicht: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wochentag liegt weniger als ein Prozent, bei einem 30-Euro-Produkt also rund 25 Cent.
Ein Muster zeigen die Daten dennoch: Tage mit Aktionspreisen (mindestens 10 % unter dem Monatsmedian des Produkts) sind zum Wochenstart häufiger als am Freitag oder Samstag, montags 5,0 % gegenüber 2,7 % freitags. Das Muster ist allerdings nicht bei allen Anbietern gleich ausgeprägt, als Kaufregel taugt es nur bedingt. Verlässlicher sind die großen Aktionsfenster.
Die verlässlichen Aktionsfenster
Zwei Termine sind im deutschen Supplement-Markt fest etabliert. Ende Juni bis Anfang Juli läuft die ESN Week, 2026 vom 28. Juni bis 8. Juli, mit Rabatten von bis zu 50 %. In unseren Daten ist dieses Fenster deutlich zu erkennen: Es sind die einzigen beiden Wochen des Halbjahres, in denen ESN nennenswert unter die eigenen Monatspreise geht. Rühl24 legt seine einzige Rabattphase des Halbjahres in genau dieselben zwei Wochen. Der zweite Termin ist der Black Friday (2026: 27. November): Von Ende November bis Anfang Dezember bündelt sich die größte Rabattwelle des Jahres, quer durch die großen Shops. Die beworbenen Spitzenwerte von bis zu 70 % gelten dabei nicht für das gesamte Sortiment, sondern für einzelne Artikel, und die höchsten Sätze liegen typischerweise auf Randbereichen wie Kleidung oder Snacks, nicht auf den gefragten Proteinpulvern. Bodylab24 zeigte 2025, wie so eine Staffel aussieht: 14 % auf das gesamte Sortiment, 24 % auf die Eigenmarke, 44 % auf eine ausgewählte Sale-Auswahl. Je breiter die Auswahl, desto kleiner der Nachlass.
Daneben rabattieren einzelne Anbieter nach eigenem Kalender. Bei Myprotein liegt die stärkste Aktionsphase unseres Beobachtungszeitraums in der zweiten Januarhälfte, dazu kommt die Impact Week, die in allen belegten Jahren in die zweite Maihälfte fiel. Verlässlich terminiert im Sinne eines Kalendereintrags ist davon nur wenig.
Für dieses Jahr heißt das: Wer Vorräte plant, hat mit der Black Week Ende November das statistisch beste Fenster vor sich, erstmals seit Beginn der Whey-Rallye. Ob die Rabatte die Verteuerung von rund einem Viertel beim Whey voll ausgleichen, wird dieser Preisindex im Dezember-Update zeigen. Bis dahin gilt: Nicht auf Wochentage optimieren, sondern auf Produkte, die gerade unter ihrem üblichen Preis liegen. Genau die zeigt der täglich geprüfte Angebots-Check.
Gleiches Produkt, anderer Preis: die Momentaufnahme
Ein Preisverlauf zeigt immer nur ein Produkt bei einem Anbieter. SupPrice führt darüber hinaus identische Artikel über die EAN zusammen, gleiche Marke, gleiche Größe, und bezieht dabei auch Händler ein, die fremde Marken weiterverkaufen. Aktuell sind 325 Produkte bei mindestens zwei der 17 angebundenen Anbieter lieferbar. Die Spannen zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter findet ihr hier:
| Bereich | Produkte | Mittlerer Preisunterschied | über 20 % |
|---|---|---|---|
| Proteinpulver | 165 | 4,0 % | 28 Produkte |
| Training | 80 | 12,7 % | 25 Produkte |
| Gesundheit | 64 | 6,1 % | 14 Produkte |
Die aktuell größten Preisspannen
| Produkt | Günstigster Anbieter | Teuerster Anbieter | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Body Attack CREAZ (1000 g) | 19,99 € | 56,95 € | +185 % |
| Bulk Kreatin Monohydrat (100g) | 4,99 € | 11,10 € | +122 % |
| Body Attack 100% Pure Creatine (500 g) | 11,99 € | 24,50 € | +104 % |
| Bulk Elektrolytpulver (500g) | 12,21 € | 21,99 € | +80 % |
| Mammut EAA Powder Green Apple (250 g) | 14,99 € | 25,54 € | +70 % |
| Inlead Nutrition Whey Protein (1000g) | 44,90 € | 75,54 € | +68 % |
| Dorian Yates Nutrition Hit BCAA 4 (450g) | 22,50 € | 37,77 € | +68 % |
| Bulk Kreatin Monohydrat (500g) | 15,99 € | 26,66 € | +67 % |
Was dieser Index nicht ist
Kein Index für den gesamten deutschen Markt. Gemessen werden die Preise der 7 Online-Shops, die wir täglich erfassen. Stationärer Handel, Drogerien und große Marktplätze sind nicht dabei. Wo auf dieser Seite von der Nachfrage im Lebensmittelhandel die Rede ist, stammen die Zahlen aus verlinkten Fremdquellen, nicht aus unserer Messung.
Keine Gewichtung nach Absatz. Wir wissen nicht, welches Produkt wie oft verkauft wird. Jede erfasste Variante zählt gleich, und ein Anbieter mit vielen Geschmacksrichtungen wiegt dadurch schwerer als einer mit wenigen. Wie viel das ausmacht, haben wir nachgerechnet: Zählt man je Produkt statt je Variante, kommt Whey Konzentrat auf rund 31 statt rund 23 Prozent.
Keine Aussage über einzelne Gebindegrößen. Der Index fasst alle Größen zusammen. Rechnet man sie getrennt, liegen sie bei veganem Protein praktisch aufeinander, bei Whey Konzentrat dagegen weit auseinander. Das liegt nicht an der Größe, sondern an einer einzelnen großen Preissenkung, die zufällig komplett in einer Größenklasse sitzt. Für die Frage, welche Packungsgröße sich lohnt, taugt der Index deshalb nicht.
Die genannten Spannbreiten sind kein Fehlerbereich. Wo eine Spanne steht, stammt sie aus einer Empfindlichkeitsprobe: Wir lassen jeden Anbieter einmal komplett weg und sehen, wohin sich das Ergebnis bewegt. Das zeigt, wie stark ein einzelner Anbieter das Bild prägt. Ein statistisches Konfidenzintervall ist es nicht, und wir haben auch keines, weil die erfassten Shops keine Zufallsstichprobe sind.
Noch keine Historie. SupPrice erfasst Preise seit dem 3. Januar 2026. Was hier steht, ist deshalb eine Aufnahme über sieben Monate und keine Aussage darüber, ob Supplements langfristig teurer werden. Ob ein Anstieg wie der dieses Halbjahres ungewöhnlich ist, lässt sich erst beurteilen, wenn ein voller Jahreszyklus vorliegt. Bis dahin gilt hier, was für jede junge Zeitreihe gilt: Sie wird mit jeder Ausgabe belastbarer.
Wir sind kein neutraler Absender. Wir sind ein Preisvergleich, und dass Vergleichen sich lohnt, ist zugleich unser Geschäftsmodell und die Aussage dieses Textes. Beides lässt sich nicht trennen, also legen wir offen, worauf die Aussage beruht: Die Streuung zwischen den Produkten ist gemessen und nicht behauptet, und die Monatsreihen stehen als CSV zum Nachrechnen bereit.
Häufige Fragen
Warum ist Whey Protein 2026 so teuer geworden?
Der Anstieg hat einen dokumentierten Rohstoff-Unterbau: Molkenpulver-Futures an der EEX stiegen von 787 € je Tonne (Juli 2025) auf 1.399 € (April 2026), die Kemptener Notierung für Süßmolkenpulver lag im Juli 2026 bei 1.915 € je Tonne. Treiber sind der Protein-Trend in der Lebensmittelindustrie und die höhere Proteinzufuhr von Abnehmspritzen-Patienten, während das Angebot kaum wachsen kann, weil Molke ein Nebenprodukt der Käseherstellung ist. Details und Quellen stehen im Abschnitt Whey Protein: vom Rohstoff ins Regal.
Wird Whey wieder günstiger?
Eine seriöse Prognose geben unsere Daten nicht her. Dokumentiert ist: Die Industrie baut Kapazitäten aus (unter anderem FrieslandCampina, Tirlán und DMK), diese Anlagen gehen aber größtenteils erst ab 2027 in Betrieb. Bis dahin bleibt der Anbietervergleich das wirksamste Mittel gegen hohe Preise, aktuelle Tiefpreise zeigt der Angebots-Check.
Was ist aktuell die günstigste Proteinquelle?
Veganes Protein: 30 g Protein gibt es ab 0,36 € (Erbsenproteinisolat), der Median liegt bei 0,79 €. Unter den Milchproteinen ist Casein mit 0,98 € im Median inzwischen günstiger als Whey Konzentrat mit 1,49 €.
Gibt es den besten Wochentag zum Supplement-Kauf?
Das Preisniveau ist über die Woche praktisch konstant, zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wochentag liegt weniger als ein Prozent. Aktionspreise sind zum Wochenstart in unseren Daten häufiger als am Freitag, das Muster ist aber nicht bei allen Anbietern gleich. Wer ein bestimmtes Produkt will, fährt mit Preisvergleich und Aktionszeiträumen besser als mit einem festen Wochentag.
Wie berechnet SupPrice den Preisindex?
Aus festen Panels identischer Produktvarianten, die sowohl am Anfang als auch am Ende des jeweiligen Rechenabschnitts erfasst wurden. Je Variante zählt der Monatsmedian des tatsächlich verlangten Shop-Preises (nur lieferbare Tage), der Index ist das geometrische Mittel aller Preisveränderungen, also die durchschnittliche prozentuale Veränderung. Seit März rechnet ein erweitertes Panel mit sieben Anbietern hinein, am März-Wert verkettet, damit die Erweiterung selbst den Index nicht bewegt. UVP- und Streichpreise fließen nie ein. Details im Abschnitt Methodik.
Warum sind nicht alle Anbieter von Januar an im Index?
Weil die tägliche Erfassung nicht überall gleichzeitig begann. Fünf Anbieter werden seit Anfang Januar 2026 erfasst, vier davon seit dem 3. Januar, einer seit dem 5. Einer aus dieser Gruppe führte seine Whey-Produkte allerdings erst ab März in unserer Erfassung, zwei weitere Anbieter kamen Ende Februar dazu. Der Index nimmt neue Anbieter ab ihrem ersten vollen Monat auf und wird am Übergang verkettet, das Dazukommen selbst bewegt die Kurve also nicht (wie das Methodik-Kapitel erklärt). Seit März rechnen sieben Anbieter in die Proteinpulver-Reihen hinein.
Darf ich die Zahlen und Charts verwenden?
Ja, alle Zahlen und Grafiken dürfen mit Quellenangabe (SupPrice-Index, supprice.de/preisindex) frei zitiert und eingebettet werden. Die Monatsreihen gibt es im Abschnitt Daten als CSV-Download.
Methodik
Datenbasis. 375.780 Preispunkte, täglich erfasst an 209 Tagen seit dem 3. Januar 2026, direkt aus den Shops. Erfasst wird der tatsächlich verlangte Verkaufspreis. UVP-Angaben und Streichpreise fließen zu keinem Zeitpunkt in den Index ein.
Festes Panel, verkettet. In die Trendrechnung fließen nur Produktvarianten ein, die sowohl am Anfang als auch am Ende des jeweiligen Rechenabschnitts erfasst wurden. Der Index besteht aus zwei Abschnitten: Bis März rechnet das Panel der von Januar an erfassten Anbieter (Whey Konzentrat: 273 Varianten über 4 Anbieter), ab März das erweiterte Panel (386 Varianten über 7 Anbieter). Beide Abschnitte werden am März-Wert aneinandergehängt; so verkettet auch der amtliche Verbraucherpreisindex, wenn sich sein Warenkorb ändert. Das Dazukommen eines Anbieters bewegt den Index dadurch nie, jede Bewegung der Kurve ist eine echte Preisänderung. Das Panel ist nicht kuratiert: Es enthält alles, was am Anfang und am Ende eines Abschnitts Preise geliefert hat. Drei Anbieter fehlen vor März: Zwei davon werden erst seit Ende Februar täglich erfasst, beim dritten kamen die Whey-Produkte erst im März in die Erfassung. Produktgruppen, die erst seit Mai kategorieweit erfasst werden (Casein, veganes Protein, Elektrolyte, Omega 3 und Magnesium), rechnen gegen die Mai-Basis und sind entsprechend gekennzeichnet.
Rechnung. Je Variante wird der Monatsmedian des Shop-Preises gebildet, nur aus Tagen mit Lieferbarkeit. So fallen einzelne Aktionstage nicht ins Gewicht. Der Index ist dann das geometrische Mittel aller Preisveränderungen gegenüber dem Basismonat, also die durchschnittliche prozentuale Veränderung. Dieses Verfahren nutzen auch die amtlichen Preisindizes auf dieser Ebene: Es reagiert auf jede Preisänderung und dämpft einzelne Extremwerte deutlich stärker als ein einfacher Durchschnitt.
Euro-Darstellung. Das „typische Preisniveau“ einer Produktgruppe startet beim Median des Panels im Basismonat und wird mit der Index-Veränderung fortgeschrieben. Warum nicht einfach der rohe Monats-Median? Weil der sich auch dann verschiebt, wenn kein einziges Produkt den Preis ändert, etwa wenn günstige Varianten zeitweise ausverkauft sind (Kompositionseffekt). Kollagen ist das Lehrbuchbeispiel: Der rohe Median-Kilopreis stieg von rund 30 auf 36 €, obwohl identische Produkte kaum teurer wurden. Deshalb steht auf dieser Seite nirgends ein zweiter, roher Marktpreis neben der Kurve: Es gibt eine Euro-Reihe je Produktgruppe, nach einem Verfahren, für alle Monate. Der Median liefert dabei nur den Startwert, also das Niveau im Basismonat; jede Veränderung danach kommt aus dem geometrischen Mittel. Zwei verschiedene Fragen, zwei passende Kennzahlen, so trennen es auch die amtlichen Statistiken (Indizes für die Veränderung, Durchschnittspreise getrennt davon für das Niveau). Die Bezugsgröße hängt an der Darreichungsform: Kilopreis, wo Gewichte hinterlegt sind, sonst der Preis je 100 Kapseln, und wo eine Gruppe beides mischt, der Packungspreis. Jede Angabe trägt ihre Einheit, auch im CSV.
Qualitätssicherung. Bekannte Erfassungsfehler werden ausgeschlossen (Platzhalterpreise über 1.000 €, Offers mit offensichtlich falscher Preis-Größen-Zuordnung). Ändert ein Anbieter die Packungsgröße, ist es nicht mehr dasselbe Produkt und es fällt aus der Rechnung, sonst würde der Index eine größere Dose als Preiserhöhung zählen. Jede Kennzahl wird vor Publikation gegen die Shop-Verteilung geprüft: Kippt ein Ergebnis, wenn man den größten Anbieter herausrechnet, wird es nicht oder nur abgeschwächt publiziert. Aus diesem Grund weisen wir BCAA aktuell nicht aus (eine einzelne Produktfamilie stellt die Hälfte des Panels), formulieren den Wochentags-Befund als Tendenz, nicht als Regel, und nennen bei Whey Isolat die Spannbreite gleich mit, weil dort einzelne Anbieter das Ergebnis stärker prägen.
Momentaufnahme. Preisspannen vergleichen ausschließlich identische Produkte (gleiche EAN) in gleicher Größe über alle 17 Anbieter, mit einem Preis je Anbieter. Der Preis pro 30 g Protein wird aus Kilopreis und Proteingehalt pro 100 g berechnet.
Quellen und Datenlücken. Externe Einordnungen (Rohstoffmärkte, Aktionskalender) sind mit Quelle verlinkt; was sich nicht belegen lässt, steht nicht auf dieser Seite. Die Trendrechnung basiert auf den 7 täglich erfassten Kern-Anbietern; die seit Sommer zusätzlich angebundenen Anbieter fließen in die Momentaufnahme ein und wachsen mit jedem Monat in die Trendhistorie hinein. Ein Anbieter liefert seit Mitte Juli keine Preisdaten, sein Juli-Wert basiert auf der ersten Monatshälfte.
Die vollständige technische Dokumentation der Berechnung ist im Impressum erfragbar. Die Zahlen dürfen mit Quellenangabe (SupPrice-Index, supprice.de/preisindex) frei zitiert werden.
Daten herunterladen
Die Monatsreihen aller Produktgruppen (Index, typisches Preisniveau samt Einheit, Panelgröße und Anbieterzahl je Monat) stehen als CSV zum Download bereit, deutsches Format mit Semikolon-Trennung, direkt in Excel und Google Sheets nutzbar:
supprice-preisindex.csv herunterladen
Zitierweise: „Quelle: SupPrice-Index, supprice.de/preisindex (Stand Juli 2026)“. Für Rückfragen zur Methodik, Sonderauswertungen oder druckfähige Charts: Kontakt über das Impressum. Diese Seite wird zum Quartalsende mit dem jeweils aktuellen Datenstand aktualisiert, das nächste Update erscheint im September 2026.